Was der Haarwuchszyklus mit Haarausfall zu tun hat

by Tanja .

Um über die Gründe und Behandlungsmethoden des Haarausfalls zu sprechen, muss man zunächst den Haarverlust während des natürlichen Haarwuchszykluses vom Haarausfall abgrenzen. Die Grenze zwischen beiden ist zwar fließend, dennoch kann man den hormonbedingten Haarausfall als Abweichung des natürlichen Haarwuchszykluses identifizieren. Jedes einzelne Haar des menschlichen Körpers durchläuft einen Haarwuchszyklus, der aus drei Phasen besteht.

Die Wachstumsphase

In der Wachstumsphase (auch Anagenphase) wächst die Stoffwechselleistung der Haarmatrix, d.h. der die Haarwurzel umschließenden Hautzellen, auf das Fünffache der normalen Leistung an. Um über die Gründe und Behandlungsmethoden des Haarausfalls zu sprechen, muss man zunächst den Haarverlust während des natürlichen Haarwuchszykluses vom Haarausfall abgrenzen. Die Grenze zwischen beiden ist zwar fließend, dennoch kann man den hormonbedingten Haarausfall als Abweichung des natürlichen Haarwuchszykluses identifizieren. Durch diese hohe Geschwindigkeit der Zellteilung wird permanent die Haarsubstanz Keratin neu gebildet. In der Wachstumsphase wächst das gesamte menschliche Kopfhaar täglich bis zu 30 Meter, jedes einzelne Haar etwa 0,3 bis 0,5 mm pro Tag oder 1 cm pro Monat. Die Dauer der Wachstumsphase kann bei jedem Menschen individuell zwischen zwei und sechs Jahren variieren. Etwa 80 bis 90 % der Kopfhaare befinden sich in der Wachstumsphase.

Die Übergangsphase

Die Übergangsphase (auch Zwischen- oder Katagenphase) ist die kürzeste der drei Phasen des natürlichen Haarwuchszykluses. In nur ein bis zwei Wochen baut sich die Haarwurzel derart um, dass sich die Haarmatrix zurückbildet, wodurch das Haar selber nicht mehr feste sitzt, sondern langsam in Richtung Kopfhautoberfläche geschoben wird. Etwa 1 % der Kopfhaare befinden sich in der Übergangsphase.

Die Ruhephase

In der Ruhephase (auch Telogenphase) ruht der Stoffwechsel der dem Haar umliegenden Haut, weshalb das Haar auch nicht mehr in seiner Entwicklung beeinflusst werden kann. Es wird sicher ausfallen, indem es immer lockerer sitzt und entweder durch Bürsten oder Waschen hinausgezogen oder durch nachkommendes Haar herausgedrückt wird. Im Schnitt fallen täglich zwischen 50 und 100 Haare aus. Durch gründliches Waschen oder Bürsten der Haare können an einem Tag auch mehr Haare ausfallen, am nächsten fallen dafür dann aber weniger aus. Etwa 10 bis 20 % der Kopfhaare befinden sich in der Ruhephase. Die genannten Zahlen beziehen sich auf den natürlichen Haarwuchszyklus. Befinden sich die Haare eines Menschen im normalen Rhythmus von Wachstum und Ausfall, spricht man von Haarwechsel. Befinden sich jedoch mehr als die genannten 15 % der Kopfhaare in der Ruhephase, fallen auch mehr Haare aus als wieder nachwachsen. Man spricht dann nicht mehr von Haarwechsel, sondern von Haarausfall